Sekundenschlaf am Steuer birgt ein hohes Unfallrisiko und ist ein erhebliches Problem für die Verkehrssicherheit. In einer Befragung im Schlaflabor gab etwa die Hälfte an, mindestens einmal im vergangenen Monat am Steuer eingeschlafen zu sein.
Doch neben Übermüdung können hinter der Schläfrigkeit auch ernste schlafmedizinische Erkrankungen stecken.
Sekundenschlaf löste Verkehrsunfall aus Nachrichten von LPK-Steiermark Judenburg, Do, 09.07.09 12:36 Hartberg - Sekundenschlaf löste Donnerstagfrüh, 09.07.2009, einen Verkehrsunfall aus, wobei zwei Personen schwer verletzt wurden.Gegen 06:45 Uhr war eine 46-jährige Frau, aus dem Bezirk Fürstenfeld, mit ihrem PKW, auf der L 435, von Oberlimbach in Richtung Sebersdorf unterwegs.
Unfall durch Sekundenschlaf. Leopoldshöhe (ots) - (AK) Am Mittwoch, gegen 08:20 Uhr, bog eine 67-jährige Frau aus Oerlinghausen mit ihrem Opel Astra von der B 66 in die Tunnelstraße ab. Nach ca. 200 m fuhr sie unvermittelt auf die Gegenfahrspur und kollidierte dort mit dem ihr entgegenkommenden Citroen eines 50-jährigen Salzkotteners. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Salzkottener leicht verletzt. Nach erster Behandlung an der Unfallstelle durch die Besatzung eines Rettungswagens konnte der Salzkottener die Unfallstelle selbstständig verlassen. Beide Autos waren nicht fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden von ca. 24 000 €.
Die Unfallverursacherin gab an der Unfallstelle an, dass sie am Steuer für einen kurzen Moment eingeschlafen sei. Ihr Führerschein wurde deshalb einbehalten.
Eine Familie aus Frauenberg bei Idar-Oberstein ist heute morgen bei einem Verkehrsunfall verunglückt. Der 40 Jahre alte Fahrer war am Steuer eingenickt. Sein Wagen kam im Kreis Bad Kreuznach von der Straße ab und überschlug sich. Der Fahrer, seine Frau, die Schwiegereltern und ein Kind mussten mit teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.
Vermutlich ein Sekundenschlaf war die Ursache des tragischen Unfalls bei Kusel gestern am späten nachmittag. Ein von der Autobahn kommender 55jähriger PKW-Fahrer um 17.30 Uhr auf der B 420 Richtung Kusel unterwegs und stieß dort mit einem 43jährigen Motorradfahrer zusammen. Der Motorradfahrer starb noch am Unfallort. Jede Hilfe des Notarztes kam zu spät. Der mutmaßliche Unfallverursacher kam mit einem Schock ins Krankenhaus. Der 43jährige Motorradfahrer kam aus Schellweiler bei Kusel und war Vater von vier Kindern, zwei dreijährige Zwillingsmädchen, ein neun- und ein 12jähriger Junge.
Sekundenschlaf, ein Schrecken für jeden Autofahrer, den man nicht auf die leichte Schulter nehmen soll. Es ist schon ein teuflisches Erlebnis, wenn man den Sekundenschlaf am Steuer bewusst erlebt. Ich fuhr an einem Nachmittag mit einem Leihwagen auf Kreta die Strecke Heraklion – Georgioupolis. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit überkam mich eine schleichende Müdigkeit. Das Gefühl war mir bekannt und ich hatte es bisher immer in den Griff bekommen. Außerdem war die Fahrt ja nicht mehr lange. Ich versuchte also durch leichte Bewegungen des Kopfes, offene Fenster, und lautes Sprechen das Gefühl zu überspielen.
Vergeblich.
Plötzlich träumte ich mit offenen Augen von einem gemütlichen Zusammensein in einer Taverne mit Freunden. Die Personen und die Taverne waren für mich sicht- und hörbar.
Jäh wurde ich aus dem Traum aufgeschreckt, als meine Frau mich anstieß und ich bemerkte, dass ich schon munter auf der Gegenfahrbahn dem nächsten Auto entgegenfuhr. Auto nach rechts und anhalten war eins. Wir haben dann sofort die Plätze getauscht und meine Frau ist den Rest der Strecke gefahren. Ich bin nach diesem Erlebnis vorerst nicht mehr Auto gefahren.
Nach meiner Rückkehr von Kreta hab ich dann einen Arzt aufgesucht und eine Therapie in einem Schlaflabor gemacht. Schlafapnoe heißt die Erkrankung, oder wie meine Tochter es ausdrückt: „Krawallschläfer.“ (Schnarcht, schluckt und prustet in einem)
Heute schlaf ich mit einem Gerät zur Atmungsunterstützung und fahr wieder Auto. Die „Gegenfahrbahn“ hab ich seither nicht mehr angesteuert.
Wenn ich so an die Zeit zurückdenke, dann fällt mir auf, dass ich überall und zu jeder Zeit schlafen konnte. Es störte mich auch nicht, wenn sich neben mir Andere laut unterhielten.
Ich kann nur jedem Empfehlen, der ähnliches schon erlebt hat, mal einen Arzt zu befragen. Mit freundlicher Genehmigung von Andreas Eßer
Seit einiger Zeit versuche ich mich beim schlafen an eine Maske zu gewöhnen.
Ja, ich gebe es zu. Wir schlafen seit einigen Jahren getrennt. Nicht weil wir uns nicht liebhaben, sondern weil wir beide auch mal durchschlafen wollen. Ich schnarche anscheinend so laut das uns beide wach hält. Außerdem habe ich Aussetzer, meinte meine Frau schon seit längerem. Im Fernsehen hatte ich gehört das solche Aussetzer ungesund sind. Zudem war ich immer öfter einfach nur Müde und Unausgeschlafen. Das ging so weit das ich schon morgens auf dem Weg zur Arbeit auf der Autobahn bei 140 km eingenickt bin und von de Bahn abkam......Zum Glück ohne schlimme Folgen. Mein Schutzengel ist wohl von der schnellen Truppe!
Irgendwann habe ich mich dann dazu durchgerungen meinen Hausarzt zu konsultieren. Der schickte mich zum Lungenarzt für weitere Untersuchungen. Der konnte aber keine wirklichen körperlichen Abweichungen finden, mal abgesehen von gute 20 Kilo Übergewicht. Ich wurde auf seine Liste eingetragen damit ich ein Messgerät mit nach Hause bekommen konnte, sobald eins frei war.
Etwa zwei Monate später (!) bekam ich die Einladung um das Gerät abzuholen und mich einweisen zu lassen. Das Gerät sollte die Bewegungen von Bauch und Brust messen und gleichzeitig den Sauerstoffgehalt im Blut und in der ausgeatmete Luft und die Herzfrequenz. Dazu mussten natürlich viele Kabel am Körper befestigt werden und ein kleiner Schlauch kam in die Nase. Sah ziemlich blöd aus und war auch lästig. Bin aber trotzdem gut eingeschlafen.
Am nächsten Morgen das Gerät wieder abgegeben. Die Werte würde ich über den Arzt bekommen. Aber anscheinend war die Messung nicht vollständig. Passiert wohl bei 10 Prozent. Also noch mal vom vorne. Warten bis ein Gerät frei war, abholen, messen, zurückbringen und warten.
Endlich kam der Termin beim Lungenarzt. „Sie leiden an ein ernsthaftes Obstruktives Schlaf Apnoe Syndrom (OSAS)“, meinte er. „Bitte was?“
„Schlafapnoe, Sie atmen nicht richtig sondern machen Atempausen. Genau genommen mehr als sechzig Pausen pro Stunde. Eine Pause zählt erst wenn sie mindestens 10 Sekunden dauert. Das ist so, als ob sie jede Minute einmal den Atem längere Zeit einhalten. Sie bekommen so zu wenig Sauerstoff. Das erklärt warum sie nicht Ausgeschlafen sind und ständig Müde.“ „Aha, das erklärt einiges.“
„Ihre Brust und der Bauch bewegen sich allerdings ganz normal im richtigen Atemrhythmus. Sobald sie einschlafen erschlaffen aber alle Muskeln, auch im Hals, und verschließen die Atemröhre. Sie atmen zwar weiter aber es kommt nichts durch, bis der Mangel an Sauerstoff das Notprogramm startet und sie mit einem tiefen Zug wieder einatmen. Sie gelangen dadurch aber nicht in den erholsamen Tiefschlaf.“
„Ja, jetzt wo Sie das so sagen kommt mir einiges bekannt vor. Was kann man da machen?“ „Da können wir es mit einer Pumpe versuchen. Über eine Nasenmaske pumpt die mit etwas Überdruck Zimmerluft in die Lungen. Der Überdruck sorgt dafür dass das Gewebe nicht wieder zusammen sackt und die Luftröhre nicht mehr verschließen kann. Aber Abnehmen hilft natürlich auch etwas.....“
Tja, und so bin ich zu dieser Pumpe gekommen. Nennt sich CPAP (continuous positive airway pressure). Die Maske stört ziemlich und ich muss sie ordentlich festziehen damit es an den Seiten keinen Luftzug gibt. Aber jedes Mal wenn man sich im Bett bewegt verschiebt sich die Maske ein wenig und der Palaver geht von vorne los.
Ich kämpfe jetzt seit zwei Monaten mit dem Ding. Letzte Nacht habe ich sie sogar bis zum Aufstehen getragen. Das klappt aber nur manchmal. Meistens werde ich irgendwann wach und habe dann nicht die Ruhe um lange mit der Maske hin und her zu schieben bis sie wieder korrekt sitzt. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Irgendwann gewöhnt man sich ja an alles.
Bringen tut es auf jeden Fall eine ganze Menge. Wenn ich die Maske beim schlafen mehrere Stunden getragen habe, bin ich morgens wesentlich erholter und tagsüber viel fitter. Letztens habe ich wegen einer Erkältung die Maske eine Woche lang nicht ertragen können (sie bläst ja mit Druck in die verstopfte Nase). Das habe ich sofort gemerkt. Die wieder gefundene Energie war auf Anhieb weg.
Ewig möchte ich das Ding aber nicht ertragen müssen. Also habe ich jetzt auch die andere Lösung in Angriff genommen. Ich mache Diät (mal mehr, mal weniger). Es geht langsam aber wie ich hoffe dauerhaft. 3 Kilo sind schon runter. Noch zwanzig und wir sind am Ziel..... Mit freundlicher Genehmigung von Niederländer